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2001 Test: Ximian GNOME 1.4
Planet des Affen
Die Desktop-Umgebung GNOME läuft langsam, aber gewaltig an. Ximian stellt mittlerweile für eine Reihe von Distributionen kostenlose Binaries zur Verfügung – also Schluß mit dem Kompilier-Ärger? Nachschlag zum großen GNOME-KDE-Vergleich.
Die Desktop-Umgebung GNOME 1.4 richtet sich per Definition an Endanwender. Da wirkt es wie ein böser Streich, daß das GNOME-Projekt bislang keine Binaries herausgab. Natürlich ist Kompilieren unter Linux weitaus selbstverständlicher als etwa unter Windows. Aber GNOME ist eine gigantische Software-Sammlung, und selbst Profis mit einem Gigahertz-PC benötigen für das Übersetzen aller Sourcen mindestens einen Tag. Endanwender scheitern in der Regel komplett an dem komplexen System aus Bibliotheken und gegenseitigen Abhängigkeiten, selbst wenn sie schon das eine oder andere Mal erfolgreich den Compiler angeworfen haben. Der quälende Installationsprozeß, zudem praktisch undokumentiert, war einer der Hauptkritikpunkte im großen Vergleichtest "GNOME 1.4 versus KDE 2.1.1" in Ausgabe 6/2001. Nun springt Ximian mit einer eigenen GNOME-1.4-Variante in die Bresche und will dem Anwender auch mehr Komfort bei Einrichtung und Wartung des Desktops bescheren. Dreh- und Angelpunkt: der Installer Ximian GNOME ist allerdings mehr als nur GNOME. Die Entwickler der kleinen Firma haben nicht nur einfach den Compiler warmlaufen lassen, sondern vorher den Desktop heftig poliert und noch ein paar eigene Programme beigelegt, die nicht zur ursprünglichen GNOME-Release gehören. Der größte Vorteil – zumindest für Einsteiger – ist aber der Installer. Der direkte Vergleich zu KDE macht es deutlich: Dort muß man sich alle Binaries, die man einsetzen will, manuell aus den Download-Verzeichnissen heraussuchen. Läßt man das falsche Paket aus, dann fehlt im günstigsten Fall ein nützliches Programm; in vielen Fällen aber werden die Paketmanager rpm oder dpkg die Installation des ganzen Desktops wegen nicht erfüllter Abhängigkeiten ablehnen. Das Risiko mag bei einem Full-Install gering sein (hier vergessen Einsteiger in der Regel nur die relativ unkritischen i18n-Übersetzungen). Wenn aber etwa Platzgründe zu einer Teilinstallation nötigen, kommt man nur mit Sachkenntnis um mitunter stundelanges Try-and-Error herum. Ximian hat dagegen einen Installer geschrieben, der sich bereits im Vorfeld um Abhängigkeiten kümmert. Nach einem su root mißbrauchen die GNOME-Spezialisten den Text-Webbrowser Lynx, um den Installer über eine Bash-Befehlszeile zu kopieren und zu starten. Das mag schwerer sein als ein Mausklick im Webbrowser – aber leichter geht es nicht unter dem auf Sicherheit optimierten Linux. Haken und Ösen: Es ginge noch besser
Alternativ kann man über eine "manuelle" Installation den Installer ohne Lynx downloaden und aus der Shell starten. Wer damit klarkommt, sollte das auch tun, denn an ein paar Ecken und Kanten muß Ximian noch nachbessern. Das größte Problem: Bei der Lynx-Installation löscht sich der Installer nach getaner Arbeit – aber manchmal eben auch nach abgebrochenen Download-Versuchen. Für den nächsten Anlauf, der immerhin die bereits kopierten Pakete des ersten Versuchs erkennt, muß man den 1,8 MByte großen Installer erneut herunterladen. Dann ist da die unflexible Paketauswahl: Die Ximian-Software bietet zwar immerhin vier Profile an ('Minimal' ca. 75 MByte, 'Produktivität' ca. 90 MByte, 'Normal' ca. 135 MByte, 'Alles' ca. 145 MByte), wahlweise auch mit den, nur für weitere Kompilationsversuche nötigen, Devel-Paketen. Ärgerlicherweise sagt sie aber weder, welche Software zu welchem Profil gehört noch erlaubt es individuelle Eingriffe. Wer etwa nur die Minimalauswahl und die Textverarbeitung AbiWord will, hat Pech gehabt. Dazu prüft sie nicht ab, ob auf dem selbstherrlich ausgewählten Dateisystem (sie nutzt /var/cache/redcarpet) überhaupt genug Platz ist – und wenn es überläuft, gibt es nicht einmal eine erläuternde Fehlermeldung. Last but not least hat Ximian seine Server und Mirrors oder die Paketbetreuer noch nicht optimal organisiert. Der Full-Install inklusive devel-Pakete scheiterte auf dem Testsystem (Red Hat 7) bis zuletzt ohne irgendeine Erklärung. Erst die manuelle Prüfung der heruntergeladenen RPM-Dateien ergab, dass Gnucash wahrscheinlich gegen die glibc 2.2 kompiliert war – und rpm es daher nicht unter RH7 installieren wollte. Solche und andere Probleme scheinen übrigens auch bei anderen Distributionen aufzutauchen, blickt man in die Beiträgen in Mailinglisten und Newsgruppen. Die Auflistung von Fehlern und Schwächen bedeutet übrigens nicht, daß der Installer unbrauchbar ist – die meisten Anwender dürften mit ihm ohne Probleme zu ihrem Ximian-GNOME kommen. Und schließlich gibt es ja noch den Weg "zu Fuß": Profis dürften sowieso lieber ftp.ximian.com ohne Installer ansteuern, die Programme nach eigenem Gusto auswählen und manuell installieren wollen. Mehr als GNOME, weniger als GNOME Beim ersten Login nach der Installation, die übrigens auch unter einer älteren GNOME-Version erfolgen darf, startet automatisch ein weiteres Ximian-Utility, der Doorman. Mit ein paar Mausklicks konfiguriert es GNOME, man kann dabei zwischen drei Panel-Varianten, diversen Themes und Hintergrundbildern wählen. Wie schon beim Installer verhält sich Ximian auch hier unnötig geheimnisvoll: Die Wahlmöglichkeit zwischen einem CDE-, Redmond- oder Ximian-Panel ist nicht genug – ein kleines Vorschaubildchen wäre schön. Immerhin, Doorman läßt sich später neu starten, um die Wahl zu korrigieren; oder man konfiguriert gleich mit GNOMEs Kontrollzentrum. So oder so, nach Doormans Abschied startet Ximian-GNOME in voller Pracht. Fast: Ein paar Anwendungen aus der "echten" GNOME-Distributionen fehlen. Schmerzhaft haben wir nur Xalf vermißt, der für den "Application Launch Feedback" sorgt – aka für die Sanduhr zwischen dem Start einer Anwendung und dem Aufklappen ihres Fensters. Daneben fehlte einiges aus dem Applikations-Bundle Fifth Toe, etwa das Spiel Bombermaze, der Figaro Password Manager FPM oder der Multi-Chat-Client Gabber. Dafür ist Ximian-GNOME an etlichen Ecken und Kanten feingetunt. Ein Bespiel unter vielen: Beim Abmelden hat man nun wieder die Wahl, den Rechner gleich herunterzufahren oder neu zu starten. Der Original-GNOME 1.4 und die Varianten von Mandrake 8 und SuSE 7.1 erlauben hier nur das Abmelden in Richtung Shell oder Login-Manager. Zusätzlich bietet Ximian-GNOME – neben dem Installer und dem Doorman – zwei weitere hauseigene Anwendungen an, die den Verlust leichter verschmerzen lassen: Monkeytalk und Redcarpet. IRC-Client: Moneytalk Monkeytalk ist "nur" ein extrem vereinfachter IRC-Client, sprich: beschränkt auf den Ximian-Support-Channel und um Funktionen wie etwa den Austausch von Dateien erleichtert. Profis werden daher wohl lieber mit dem IRC-Tool ihrer Wahl irc://monkeytalk.ximian.com:7000/#support ansteuern. Einsteiger dagegen erhalten eine echte Support-Innovation: Sie klicken im Panel einfach auf 'Hilfe', 'Chat' und können losplappern – Internet-Verbindung natürlich vorausgesetzt. In dem Kanal treffen sich vorwiegend GNOME-User, an Werktagen zur USA-Arbeitszeit (rund 16 bis 24 Uhr) aber auch regelmäßig Ximian-Angestellte. Interessanterweise hatten die wenig zu tun: Die meisten Fragen haben andere User beantwortet; und deren Hilfe gibt es sogar rund um die Uhr. Umgangssprache ist englisch. Während unserer Tests haben wir aber recht häufig auch deutschsprachige Anwender gefunden, also einfach fragen. Wenn jemand auf Deutsch helfen will, kann man sich mit ihm ja in einen Vier-Augen-Chat zurückziehen, damit die "unverständige" Mehrheit nicht meckert. Alles in allem ist Monkeytalk eine ebenso einfache wie gute Idee – Kompliment, Ximian. Software-Updates: Redcarpet Redcarpet ist der Online-Updater, mit dem Ximian irgendwann einmal Geld verdienen will. Mit ihm lassen sich Pakete verwalten, sprich Software installieren oder wieder löschen. Trotzdem ist er mehr als nur ein grafisches Frontend für Paketmanager, denn er entdeckt nicht nur unerfüllte Abhängigkeiten, sondern installiert bei Bedarf automatisch zusätzliche Pakete direkt über das Internet. Das ist ein Knüller, denn damit spielt RPM plötzlich in der gleichen Liga wie Debians apt-get – wenn auch mit einem ungleich kleineren Software-Angebot. Auf unserem Testsystem bot Redcarpet drei Kanäle an: Ximian-GNOME, Evolution-Snapshot und Red-Hat-7.0-Updates. Später sollen weitere Kanäle hinzukommen, freilich gegen Gebühr. Aber schon mit den drei kostenlosen Kanälen bekommt man jede Menge Mehrwert. Mit ein paar Mausklicks läßt sich über den Red-Hat-Kanal die eigene Distribution auf einen neueren Stand bringen. Kernel-Updates führt Redcarpet zwar nicht auf, dafür aber fast alles andere, sogar Updates der glibc. Der Ximian-Kanal bietet, wie zu erwarten, Updates und neue Software für Ximian-GNOME. Der Evolution-Kanal nützt vorwiegend neugierigen Naturen: Hier gibt es täglich neue Snapshots des Personal Information Managers, der irgendwann einmal Microsofts Outlook ausstechen soll. Derart brandaktuell ist Redcarpet in den anderen Kanälen aber nicht. Zum Testzeitpunkt war Samba 2.2 gut zwei Wochen alt – die Fehlanzeige geht natürlich auf Red Hats Konto. Allerdings war auch Nautilus 1.0.3 fast zwei Wochen draußen, und dessen Fehlen ist schon eher ein Fauxpas von Ximian. Dem Ximian-GNOME liegt Nautilus zwar schon in Version 1.0.2 bei, die deutlich runder läuft als die 1.0.1 der originalen GNOME-Release; aber immer noch deutlich schlechter ist als die aktuellste Version. Ärgerlicher sind jedenfalls die Bugs in der Software und ihrem Backend. Hin und wieder listet Redcarpet ein Paket zwar auf, kann es dann aber auf dem Server nicht finden. Dann unterbricht es ab und an trotz vorangegangener Prüfung eine Installation wegen nicht erfüllter Abhängigkeiten – und zwar erst nach dem womöglich stundenlangen Download. Das größte Problem ist aber Redcarpets lässige Behandlung der Paketdatenbank. Manche Software bot es erneut zum Update an, obwohl sie in der gleichen Version bereits installiert war, einmal verabschiedete es sich mit der lapidaren Fehlermeldung, die Datenbank sei beschädigt; RPM selbst war sie aber noch gut genug. Und schließlich hat Redcarpet manchmal eigenwillige Vorstellungen, welche Software inkompatibel ist und entfernt werden muß: Für einen harmlosen GNOME-Update wollte es tatsächlich die Basis-Pakete von KDE entfernen – ein Schelm, wer böses dabei denkt. Damit empfiehlt sich Redcarpet trotz fantastischem Konzept noch nicht für Produktionssysteme. Wer von seinem Linux-System abhängig ist, sollte lieber auf die nächste Version warten. Fazit: Redcarpet avanciert zu einem wertvollen Helfer, der fast mit Debians mächtigem apt-get mithalten kann. Allerdings werden weitere Software-Kanäle wohl nur gegen Bares zu beziehen sein. Und das ist bei Debian-Software zumindest in diesem Maße nicht zu erwarten. Schade auch, daß das Backend Closed Source ist. So ist beispielsweise mehr als fraglich, ob es per Redcarpet je KDE-Software geben wird. Ximian legt wohl kaum entsprechende Pakete auf seine Server, und andere Anbieter können ohne weiteres keine eigenen Kanäle anbieten. Trotzdem: Ximian-GNOME 1.4 ist eine extrem polierte Version des GNU-Desktops. Sicher, hier fehlen noch ein paar Anwendungen, dort gibt es ein paar Fehler oder sogar Abstürze zuviel. Doch dank dem Potential von Redcarpet, das ja auch sich selbst updaten kann, ist die Installation weiterer und korrigierter Software fast ein Klacks. Immer noch hat KDE in vielen Kleinigkeiten die Nase vorn (siehe "GNOEM versus KDE" in LINUX computing 6/2001) – es konnte schließlich auch gut ein Jahr länger reifen. Ximian-GNOME ist aber derart feingetunt, daß man den Rückstand kaum noch merkt – und macht Lust auf GNOME 2.0.
GNOME-Sourcen-Chaos: Abhilfe aus vielen Richtungen Den nächstliegendenden Schritt hat Karsten Reincke unternommen: eine verständliche Dokumentation des Kompiliervorgangs. Unter www.karubik.de/gig findet sich der GNOME Installation Guide, der in englischer Sprache ausführlich durch den Sourcen-Sumpf führt. Dann gibt es mittlerweile mit Mandrake 8 eine erste Distribution, die GNOME 1.4 vorinstalliert hat, und in diesen Tagen soll auch SuSE 7.2 als zweite damit erscheinen. Wer seine Lieblings-Distri aber weder wechseln noch upgraden will, muss schon etwas im Netz suchen. Eine lohnende Anlaufstelle ist das gerade erst gestartete GNOME Packaging Project unter http://developer.gnome.org/projects/gpp, das trotz seiner Jugend bis Redaktionsschluß 1.4er-Pakete immerhin schon für Red Hat 6.2 und 7.0 bot. Für andere Distributionen lohnt vielleicht Blick auf den Webserver des Anbieters. SuSE etwa bietet unter www.suse.de/de/support/download/GNOMES jetzt einen ähnlichen Service an wie schon seit geraumer Zeit für den Konkurrenten KDE, bislang allerdings nur für SuSe 7.1. Die breiteste Unterstützung bietet aber ximian.com: Hier gibt es x86-Pakete für Debian Potatoe, Red Hat 6.0, 6.1, 6.2, 7.0 und 7.1, SuSE 6.3, 6.4 und 7.0, Mandrake 7.0, 7.1 and 7.2 und TurboLinux 6.0. Sogar Apple-Fans kommen auf ihre Kosten: Ximian unterstützt auch LinuxPPC 2000 und den Yellow Dog Linux Champion Server 1.2. In Arbeit sind angeblich SuSE 7.1, Debian Woody, Mandrake 8 (allesamt x86) und Solaris 7 und 8 (für SPARC). Getestet haben wir übrigens unter einem frisch installierten Red Hat 7.0. --- MULTIMEDIA & MOBILE COMPUTING Dass die Linux-PDAs kommen, steht mittlerweile außer Zweifel. Die Frage ist nur, wer denn nun als erster liefern kann. Bislang sind mehrheitlich Prototypen zu sehen, es gilt noch technische Hürden wie Treiberimplementierung und Detailarbeit bei Funktionen wie Datensynchronisation zu nehmen. Warten auf Linux-PDAs Jede Menge Hersteller haben ja bereits Linux-PDAs und Internet-Appliances angekündigt, jüngst nun auch FIC und Galleo. First International Computer (www.fic.com.tw), die nun auch in Europa in Erscheinung treten wollen und haben bereits Ende letzten Jahres das Internet-Access-Device Aqua mit Transmeta Crusoe 3400 unter Linux in Aussicht gestellt. Nun plant der Hersteller mit dem 1st-PDA ein weiteres portables Gerät, das auch unter Linux lauffähig sein soll. Zu den Kernbestandteilen des FIC 1st-PDA zählen eine 206-MHz-StrongARM-CPU (SA 1110), 16 MByte Flash-RAM, 32 MByte und ein 320×240-Zoll-Farb-Touchdisplay. Der PDA soll zudem neben den üblichen Organizer-Funktionen auch MP3- und MPEG4-Dateien abspielen. Plus ist ein Bluetooth-Modul. Erweiterung findet es über einen Compact-Flash-Slot. Galleo will ebenfalls mit dem Mobile Multimedia Communicator einen Linux-PDA liefern. Dieses Modell, das eher einem Webpad ähnelt, soll ebenfalls einen 206-MHz-StrongARM-Prozessor, 16 MByte Flash-RAM, 32 MByte SDRAM und ein 320×240-Farbdisplay haben, zudem aber ein Dualband-GSM-Modul bieten. Ein SIM-Card-Slot für eine Handy-Karte und ein Smartcard-Slot gehören zur Ausrüstung. Zudem wartet es mit einem Movie- und MP3- sowie Telefoniefunktionen (nutzbar nur über optionales Headset) auf. Die FIC- und Galleo-PDAs sollen um die 600 Dollar kosten. Wie in der letzten Ausgabe angekündigt, will Sharp einen Linux-PDA auf den Markt bringen. Er läuft noch unter dem Namen Multimedia Tool. Nach derzeitigem Stand soll das Gerät mit 32 MByte RAM, 160-MHz-MIPS-CPU von Hitachi und 320x240-Pixel-Display augestattet sein. Ebenfalls an Bord sind ein MP3- und Video-Player. Der PDA soll SD- und CompactFlash-Karten aufnehmen. Amiga soll dabei Inhalte und Programme für das Gerät anbieten. Voraussichtlicher Preis: um die 1.000 Mark. www.fic.com.tw www.galleo.com http://sharp-world.com Portable fürs Business HP und Gateway rüsten ihre neuen Notebooks mit 1-GHz- und 900-MHz-Pentium III-Prozessoren aus. Das Omnibook 6000 soll besonders robust sein: Kanten und Griff sind laut Hewlett-Packard gummiert und mit Kunststoff verstärkt, die Tastatur zudem wasserfest sein. Das Modell mit 1-GHz-Pentium-III-CPU 1GHz, 128 MByte SDRAM, 30-GByte-Festplatte, achtfach DVD-ROM-Laufwerk, PCI-Modem und 15-Zoll-TFT kostet ab 4.200 Dollar. Eine Wireless-LAN-Lösung ist ebenfalls verfügbar. Auch Gateway bietet ein 1-GHz-Modell an. Der Solo 9500 ist auf Wunsch auf mit einem 15,7-Zoll-Display zu haben. Damit verfügt er laut Hersteller über den größten Notebook-Bildschirm auf dem Markt. Das Gerät nimmt bis zu 512 MByte RAM und Festplatten bis 32 GByte Größe auf. Eingebaut ist ein 56K-Modem. Der Solo 9500 ist ab rund 5.900 Mark erhältlich. Standardmäßig lieferen beide Hersteller Windows mit. www.gateway.com/de www.hewlett-packard.de/mobile/omnibook
Triband-Smartphone und PDA Besonders strahlungsarm soll das von Magcom Triband-Handy durch Magnesiumgehäuse arbeiten, eine Kombi aus Telefon und Organizer. Das zunächst in Norwegen erhältliche Magcom Mobile Phone, das in Asien, Australien, Europa, USA, aber nicht Japan funktionieren soll, bringt 157 g auf die Waage. Das Display kann laut Hersteller bis zu 27 Textzeilen mit je 44 Zeichen anzeigen und 64.000 Pixel auflösen. Der Akku soll für vier Stunden Sprech- und 110 Stunden Stand-by-Zeit ausgelegt sein. Der Preis liegt bei rund 2.000 Mark. Zugehörige Software will der Hersteller über seine Webseite anbieten. www.magcom.no Handy mit zwei Displays Das SGH-A300 von Samsung arbeitet als Dual-Band-GSM-900-/GSM-1800-Handy und verfügt über zwei Displays. Über das runde LCD auf der Außenseite können Anwender die wichtigsten Informationen wie eingehende Anrufe, Feldstärke, Datum, Uhrzeit und SMS einsehen. Aufgeklappt zeigt sich ein übliches Display mit Vier-Graustufendarstellung und einer Auflösung von 128 x 64 Punkten. Das rund 80 g leichte Handy bietet neben Organizer-Funktionen (dazu unter anderem Anruferliste, Telefonbuchfunktion, Vibrationsalarm, Worterkennung T9 und Spiele) auch einen WAP-Browser, ausgestattet ist es mit einem Modem und Infrarotschnittstelle. Je nach Akku hält laut Samsung um die zwei Stunden Gesprächszeit durch, im Standby-Modus bis zu 75 Stunden. Das SGH-A300 soll voraussichtlich im Frühjahr 2001 in den Handel kommen. Bis Redaktionsschluss war der Preis noch offen. www.samsung.de Webpad mit Crusoe-CPU Das PaceBook, das durch Mappe die Form eines Notebooks hat, arbeitet laut PaceBlade Technology durch einen Crusoe-Prozessor besonders stromsparend. Das Gerät soll Energie für über sechs Stunden haben. Spezialität ist laut Hersteller des weiteren, dass sich das 12-Zoll-Display abnehmen und via Stütze als Web-Tablett nutzen lässt, da die Elektronik hinter dem Display angebracht ist. Zur Ausstattung zählt ein TM5600 mit 600 MHz Taktfrequenz, 28 MB SDRAM, 4MB SMI Lynx Grafikcontroller und eine 20-GB-Festplatte. Auf das Frühsommer angekündigte Gerät muss man Linux extra installieren, standardmäßig liegt Windows bei. Der Preis soll ungefähr bei dem für ein übliches Notebook liegen, bei rund 2.000 Dollar. www.paceblade.com NOTIZEN Agenda Es ist soweit – zumindest in den USA. Dort soll der bereits vor etlichen Wochen angekündigte Linux-PDA VR3 bereist erhältlich sein, im Sommer (es könnte Juli sein) dann voraussichtlich auch hierzulande. Das Gerät mit 66-MHz-MIPS-Prozessor, 8 MByte RAM und 16 MByte Flash-ROM will der Hersteller (www.agendacomputing.com) in diversen Designs liefern. Preis rund 580 Mark. Ob die endgültigen Modelle ausreichend flott arbeiten, bleibt noch abzuwarten. +++ Transmeta Neue Transmeta (www.transmeta.com) will seine Produktpalette um die zweite Jahreshälfte herum um neue Crusoe-Prozessoren für mobile Anwendungsbereiche erweitern. Der dazu zählende Crusoe TM5800, gefertigt im 0,13-Mikron-Prozess, soll Taktfrequenzen von über 700 MHz bescheren und dabei gleichermaßen stromsparend arbeiten. Für Internet-Appliances unter Mobile Linux sind die Modelle TM3300 (400 MHz) und TM3400 (bis 500 MHz) gedacht. +++ Transmeta beliefert Microsoft Die Chipschmiede (www.transmeta.com) will Crusoe-Prozessoren für Microsofts Tablet-PC beisteuern. Der soll die Leistung eines vollwertigen Desktops haben, sich aber via Stift ansteuern lassen. Sollte die Zusammenarbeit klappen, gelingt Transmeta der Zugang zu dem von Intel besetzten Markt für drahtlose Internet-Geräte. Nach der Ankündigung stiegen auch prompt Aktien um 18 Prozent. Betriebssystem des Portablen wird natürlich Windows, wohl XP. Marktreife Geräte sind aber nicht vor 2002 in Aussicht gestellt. +++ MP3-Fliegengewicht Der "leichteste" MP3-Player Diva soll ab Juli allein via Internet vermarktet werden. Den Vertrieb übernimmt die Berliner Förderungsgesellschaft für Marketing und Verkauf (FMV). "Unverbindliche" Reservierungen sind über das Portal www.wirverschenken.de möglich. Das rund 40 g leichte Gerät soll es mit 16, 32 oder 64 MByte RAM für bis zu acht Stunden Musik geben. Die Daten speichert es dabei auf eine Compactflash-Karte. Der Diva besitzt laut Anbieter ein LCD und eine USB-Schnittstelle. Zu seinen Funktionen zählen unter anderem ein 16 Band-Equalizer, digitale Lautstärkeregelung und Diktiergerätfunktion zum Mitschneiden von Gesprächen. Über den Preis schweigt sich der Anbieter allerdings noch aus. Er soll aber deutlich unter dem Preis vergleichbarer MP3-Player liegen, voraussichtlich unter 500 Mark. +++ Linux-Uhr IBM (www.ibm.com) hat mittlerweile seine Linux-Armbanduhr um Bluetooth-Funktionlität erweitert. Allerding släuft das Produkt noch immer als Prototyp. Das mit 8 MByte Flash- und DRAM ausgerüsteten Modell basiert auf dem Linux-Kernel der 2.2 und angepasstes X11R6 für die Grafikausgabe. Das Monochrom-Display ist 1,5 x 2 cm klein. Die Uhr stellt auch Organizer-Funktionen zur Verfügung. +++ Notebook-Festplatte IBM (www.storage.ibm.com) hat für das zweite Halbjahr 2001 die Travelstar 48GH angekündigt, die 48 GByte Kapazität hat. Sie ist durch das "Drive Noise Suppression System" (DNSS) laut Hersteller zudem die derzeit leiseste und schnellste High-End-Platte. Das Modell 48GH mit ATA-100-Schnittstelle soll es auf 5.400 Rotationen bringen und Datentransferraten von bis zu 241 MBit/s leisten. 15GN sollen im zweiten Halbjahr 2001 erhältlich sein und weltweit an PC-Hersteller wie Compaq, Dell, Hewlett-Packard sowie an IBM geliefert werden. Heike Kaltschmidt, Alfred Poschmann
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