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Sonntag, 20. Mai 2012
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Grundlagen: RAID-Arrays
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fisch

Festplatten fassen beeindruckend viele Daten, Spitzengeräte sogar im Terabyte-Bereich! Der Platz könnte für ein langes PC-Leben reichen, wären Festplatten nicht so fragile Gebilde. Sie funktionieren 10 Jahre klaglos - oder geben ein paar Monate nach Kauf den Geist auf. Schutz vor einem Datengau bietet ein RAID-Array.

Die Abkürzung RAID steht für „Redundant Array of Independent Disks“. RAID ist ein Verfahren, um mehrere Festplatten gemeinsam zu nutzen.

Die Idee dahinter: Mehrere unabhängige Festplatten werden so zusammengefasst, dass sie wie ein Laufwerk erscheinen ("logisches Laufwerk"). Ein RAID speichern nicht nur die eigentlichen Nutzdaten, sondern auch „Redundanz-Informationen“. Dadurch kann eine Festplatte (oder je nach RAID-Typ auch mehrere) des logischen Laufwerks ausfallen, ohne dass die "echten" Nutzdaten verloren gehen.

Es gibt mehrere RAID-Varianten, die RAID-Level genannt werden. Im einfachsten Fall speichert der Controller einfach identische Daten (Spiegelung) auf einer zweiten Festplatte - das ist dann RAID Level 1 oder RAID 1. Es gibt aber auch beliebig komplizierte RAID-Level, bei denen Prüfsummen über mehrere Festplatten errechnet und das Ganze dann noch mal gespiegelt wird. Insgesamt gibt es mehr als ein Dutzend RAID-Level, die sich teilweise nur im Kleingedruckten unterscheiden oder Kombinationen anderer RAID-Level sind. Einen Überblick über die Technologie bietet bietet das Online-Lexikon Wikipedia in diesem Artikel. Hier soll's mehr um das gehen, was dort nicht steht!

Wichtig ist etwa, dass ein RAID nur das Risiko eines Datenverlustes durch technisches Versagen mindert. Wenn eine Platte in einem RAID-Verbund ausfällt, gehen also zunächst keine Daten verloren. Trotzdem ersetzt ein RAID kein Backup! Denn wenn ein Benutzer, warum auch immer, eine Datei löscht, ist sie tatsächlich weg - und kein RAID kann sie wieder herstellen. Ein RAID mindert die Gefahren technischen Versagens, ein Backup schützt außerdem auch vor menschlichen Fehlern.